Puerto Lopez ♥

Whale watching, Paradise, Turtles, Dancing and Pizza ♥

“Family and friendships are two of the greatest facilitators of happiness.”

– John C. Maxwell

Nachdem ich mich von der einheimischen Familie in Santo Domingo verabschiedet hatte, begann meine Reise nach Puerto Lopez. Voll motiviert stand ich am Straßenrand und versuchte den ganzen Weg per Anhalter zu schaffen. Alleine mit dem Bus waren es schon fast 8 Stunden also war es eine wahre Herausforderung.

Doch der Tag hatte auf jeden Fall gut angefangen da direkt nach ein paar Minuten ein Motorradfahrer anhielt und mir 4 Tamalis einfach so schenkte. Seine Freundin lächelte mich an und meinte nur „für den Weg“. Das gab mir irgendwie wieder Kraft und Glaube an die Menschheit :D.

Danach kam ich mit einem LKW Fahrer ins Gespräch der mich daraufhin direkt zum Essen einlud. Keine Ahnung wieso ich an diesem Tag so viele nette Menschen kennenlernen durfte aber ich konnte kaum aufhören zu grinsen. Nachdem mich der LKW Fahrer in El Empalme raus ließ, schaffte ich es mit drei verschiedenen Autos ungefähr 5 Km weit zu kommen.

Danach spazierte ich den Hügel hoch um eine bessere Stelle an der Straße zu finden, als mich eine nette Dame vom Supermarkt entdeckte. Sie fing an mich auszufragen wieso ich hier ganz alleine mit meinem Rucksack unterwegs bin und schenkte mir daraufhin direkt zwei Äpfel doch dann ging die Reise weiter.

Nachdem es bald dunkel wurde, beschloss ich das letzte Stück mit dem Bus zu fahren. Als ich in Puerto Lopez ankam und es bereits stockfinster war, nahm ich für 1 $ ein Tuk-Tuk zu meinem Hostel. Dort angekommen lernte ich über Couchsurfing Rita kennen, ein aufgewecktes Mädchen aus Lettland und eine süße Amerikanerin mit der ich mir ein Zimmer teilte, Celeste. Seit W

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21. Juli 2019 – 28. Juli 2019

Santo Domingo

Comunidad indegena:

Seke Sonachun

“I am blessed to have so many great things in my life – family, friends and God. All will be in my thoughts daily.”

– Lil’ Kim

Voluntiern, ritual, kakoa frucht, essen, tapir, hof, finca,

15. Juli 2019 – 21. Juli 2019

Baños

Baños

First impression of the Amazonia, Vulcanos and new recipes 🙂

“The most painful thing is losing yourself in the process of loving someone too much, and forgetting that you are special too.”

– Ernest Hemingway

Nach meinem Abenteuer in Latacunga ging es für mich auch schon weiter nach Baños. Der perfekte Ort um den ersten Eindruck vom Amazonas zu bekommen und auch um ein paar Tage zu relaxen. Also nahm ich mir vor meine müden Knochen wieder etwas auszuruhen und erst nach ein paar Tagen wieder die Welt erobern zu wollen.

Die ersten Tage verliefen dementsprechend ruhig und ich habe viel Zeit mit Essen verbracht :D. Danach merkte ich das ich es mir irgendwie ein bisschen zu bequem machte und beschloss daraufhin ein bisschen weiter in den Amazonas einzutauchen. Somit ging meine Reise zuerst nach Puyo und Tena bevor ich Baños unsicher machte.

Alles funktionierte recht gut mit Hitchhiking doch als ich in Puyo selbst ankam, war ich ein wenig enttäuscht. Es wirkte so wie eine normale Stadt und hatte keinen Touch vom Amazonas selbst. Überall waren Gebäude und der Fluss war nicht größer als die Mur selbst, mit industriell wirktende Brücken darüber und alles erinnerte einen an kaltes Stahl.

Als ich fragte wo man hier ein wenig in die Natur eintauchen könne, schlugen mir die Einheimischen den „Paseo de Rio Puyo“ vor, ein netter Spaziergang neben dem Fluss aber immernoch kein Gefühl vom Amazonas.

Ich sah ein paar interessante Pflanzen und Bäume, genoss den Weg am Fluss entlang aber das war mir einfach nicht genug. Deswegen beschloss ich am nächsten Tag auch schon nach Tena aufzubrechen. Doch bevor ich mit totaler Enttäuschung diesen Ort verlassen würde, bekochte mich noch die Inhaberin vom Hostel und gab mir wieder neuen Mut.

Am nächsten Tag spazierte ich ungefähr 20 Minuten mit meinem schweren Laster aufden Schultern zur Hauptstraße um eine Mitfahrgelegenheit nach Tena zu bekommen. Ein netter Taxi Fahrer mit seiner Freundin hielten an und meinten das sie mich gratis ein Stück mitnehmen könnten. Somit war der halbe Weg auch schon geschafft und ich brauchte nur noch das letzte Stück.

Wieder meinte es Gott gut mit mir, und ein netter Mann aus Quito hielt an und wir plauderten während der Fahrt über seine Arbeit hier im Amazonas Gebiet. Nachdem ich ein Hostel gefunden hatte und auch von diesem Aussichtspunkt nicht wirklich begeistert war, versuchte ich wieder Informationen bei Einheimischen zu finden. Leider musste ich feststellen das man ohne Tourguide fast nichts selbst erkunden kann, das Reservat darf nur mit einem lokalen Tourguide betreten werden und noch tausend andere Fakten.

Naja, ich dachte mir das ich zwar nicht wirklich was erlebt hatte, jedoch meine faule Routine durchbrochen hatte. Motiviert ging es zurück nach Baños wo mich eine Woche voller Arbeit bereits erwartete. Denn diese Woche würde ich im Hostel Tunguraghua voluntieren.

Dort angekommen, lernte ich direkt meine Kollegen kennen und wurde direkt mit Essen überschüttet. Besonders ins Herz geschlossen hatte ich die verrückte Argentinierin, ein süßes Pärchen ebenfalls aus Argentinien und eine Gruppe Kolumbianer. 🙂

Dadurch das ich nur 2 1/2 Tage in der Woche arbeiten musste, hatte ich genug Möglichkeit alles zu erkunden. Meinen ersten freien Tag nutze ich um dem Amazonas noch eine Chance zu geben aber davon erzähle ich euch im nächsten Blog Post ;).

Danach bekam ich einen Einblick in meine Arbeit, saß an der Rezeption, kehrte den Hof und kreierte sogar ein „Happy Birthday Special“ für unsere Gäste. Ich hatte endlich Zeit wieder ein wenig zu schreiben und mich körperlich ein wenig zu betätigen.

Nachdem die Arbeit erledigt war spazierten Andres, einer der Kolumbianer und ich zum Mirador los Ojos del Vulcan. Obwohl wir eigentlich Hitchhiken wollten, mussten wir feststellen das es dort kaum Verkehr und ebenfalls keine Busse gab deswegen beschlossen wir einfach zu laufen.

Nach ungefähr zwei Stunden erreichten wir auch schon den Gipfel, immer wieder konnten wir den wunderschönen Vulkan betrachten doch als wir dann den Aussichtspunkt fanden konnte es kaum besser werden.

Nach einem kurzen Fotoshooting und einem Snack mit Blick auf den Vulkan wollten wir noch eine Schaukel finden die hier irgendwo versteckt sein musste. Es dauerte nicht lange bis wir ein verlassenes Haus mit einem eher unscheinbaren Schild „Mirador los Ojos del Vulcan“ fanden. Dort mussten wir leider feststellen das die Schaukel leider gerissen war und somit unbenutzbar.

Jedoch konnten wir, nicht weit von hier, ein weiteres Haus entdecken die ihre ganz eigene und private Schaukel hatte. Wir schlichen uns an den Kühen vorbei und bekamen endlich unser Bild :D.

Danach konnten wir erfolgreich und zufrieden zu unserem Hostel zurückkehren und ein wohlverdienstes Abendessen genießen :).

Am nächsten Morgen beanspruchten wir die gratis Tour von unserem Hostel um einige tolle Plätze in Baños zu sehen. Unser erster Stop war früh Morgens das Casa del Arbol. Hierbei handelt es sich um ein Baumhaus mit der wohl berühmtesten Schaukel in dieser Gegend.

Glücklicherweise waren wir einer der ersten somit keine Wartezeit oder wahnsinnig große Menschenmassen sondern nur wir mit unserer Schaukel. Danach kamen aber nach und nach immer mehr und wir gingen weiter zu nahe gelegenen Schaukeln sowie eine Mini Zip-Line. Trotz schlechtem Wetter und dichtem Neben genossen wir jede Sekunde. Vielleicht kam es uns dadurch sogar noch höher und inmitten von Wolken vor.

Dadurch das wir jedoch mit dem Chiva unterwegs waren, mussten wir uns leider an den Zeitplan halten, kamen jedoch mit diesem zu Orte die ich nicht auf meiner Liste hatte. Der nächste Stop war nämlich eine weitere Schaukel, die etwas extremer war – Vuelo del Condor. Das heißt übersetzt einfach „Flug des Condors“ und genau so fühlt es sich auch an.

Zuerst bekommt man einen gratis Schnaps und der erste der sich traut bekommt 50% Rabatt, da musste ich einfach zuschlagen denn wie oft hat man diese Chance? Der Flug selbst dauert vielleicht nicht lange aber das war es wert :D.

Danach ging es weiter zur Ruta de las Cascadas, hier findet man auf dem ganzen Weg viele verschiedene Wasserfälle bis man schlussendlich beim Pailon del Diablo landet. Dieser Wasserfall ist wahnsinnig berührt da er groß, mächtig und mit architektonischen Besonderheiten verziert wurde. Jeder möchte einmal bei den schwarzen Wendeltreppen unter diesem Wasserfall vorbei gehen.

Natürlich hatten wir auch immer wieder die Chance etliche Zip-Lines und andere Aktivitäten auszuprobieren aber dies reizte uns nicht besonders. Ich schätze auf diesem Weg waren die Wasserfälle dann doch interessanter und natürlich billiger :D.

Das war aber auch schon das Ende von meinem Abenteuer hier denn danach ging es zur nächsten Volunteer-Gelegenheit in Santa Domingo. Meinen Ausflug in den Amazonas direkt beschreibe ich in einem eigenen Blog-Eintrag den dieser Tag hat einen eigenen Beitrag verdient :D.

28. Juni 2019 – 15. Juli 2019

Latacunga

Vulcan Cotopaxi & Quilotoa Loop ♥

“The gladdest moment in human life is a departure into unknown lands.”

– Sir Richard Burton

Nachdem ich Stundenlang mit meinen Rucksäcken in Quito herum geirrt war, beschloss ich einen Bus nach Latacunga zu nehmen um nicht noch mehr Zeit zu verlieren. Nun machte ich es mir bequem in einem Doppeldecker Bus mit WLAN, Decken, Filmen und extra viel Platz fuer deine Fuesse. Um ehrlich zu sein, denke ich das ich noch nie so luxurioes gereist bin wie in Suedamerika obwohl ich immer die guenstigste Option nehme.

Dort angekommen dauerte es nicht lange und ich habe meine bleibe fuer die naechsten Tage gefunden. Obwohl die 1 Dollar mehr haben wollten damit ich die Kueche nutzen kann, konnte ich es auf 25 Cent runterhandeln. Mit diesem Triumph kochte ich direkt Pasta mit einer koestlichen Brokkoli Creme Sauce.

Obwohl Latacunga recht ueberschaulich ist, hatte ich wahnsinnig grosse Schwierigkeiten an Essen zu kommen. Jeder empfiehlt dir direkt den normalen Supermarkt wo alles ungefaehr 10x teurer ist und du nicht entscheiden kannst wieviel Selery du kaufen kannst. Verzweifelt suchte ich noch irgendwo eine kleine Tienda um zu vermeiden 1Kg vom Supermarkt erwerden zu muessen doch lange ohne Erfolg.

Nachdem ich unzaehlige Menschen fragte erreichte ich endlich einen lokalen und traditionellen Markt, so wie ich ihn liebe. Ich besorgte den Rest und genoss mein Abendessen. Mit tausend Decken eingewickelt verschwand ich auch recht zeitig in meinem Bett um am naechsten Tag den National Park Cotopaxi unsicher zu machen.

Frueh Morgens marschierte ich mit ein paar Broetchen und Cracker Richtung Hauptstrasse und hoffte mit Hitchhiking rechtzeitig den National Pakr zu erreichen um alles erkunden zu koennen. Dort hielt auch schon schon Christian der mir einige nuetzliche Dinge ueber den Vulkan erzaehlte, fuer den Hike selbst schenkte er mir ein Stueck Schokolade um immer bei voller Energie zu sein.

Leider konnte er mich nicht direkt bis zum Eingang bringen aber dank ihm hatte ich schon ein grosses Stueck meines Weges geschafft. Danach fing ich einfach an los zu gehen und versuchte mein Glueck erneut.

Anfangs schien es etwas trostlos da die Leute sogar die Strassenseite wechselten damit sie mich nicht mitnehmen mussten, jedoch hatte eine Ecuadorianische Familie ein grosses Herz und sammelten mich ein. Nachdem ich auf die Ladeflaeche des Pick-Ups sprang kamen wir auch nach ungefaehr 20 Minuten am Eingang an. Dort mussten wir uns nur noch Registrieren und danach konnte es auch schon los gehen.

Die Familie nahm mich sofort auf und ich konnte weiterhin ein Gast in deren Auto sein. Das Wetter war wunderschoen und nachdem wir die ersten Landschaften vom National Park erblickten konnten wir ebenfalls den beruehmten Vulkan Cotopaxi erkennen. Er ist ausserdem bekannt dafuer immer mit Wolken oder Nebel bedeckt zu sein und dafuer gibt es auch eine interessante Liebesgeschichte.

Denn der hoehste aktive Vulkan der Welt, Cotopaxi war schon immer in den Vulkan Tungurahua verliebt. Er versuchte eine lange Zeit den schoensten Berg in seinen Augen fuer sich zu gewinnen doch der Vulkan Chimborazo gewann sie schlussendlich. Nach dieser Niederlage versteckt sich Cotopaxi nun meistens hinter Nebel und Wolken um sich vor der Scharm zu verstecken.

An diesem Tag hatte ich jedoch das Glueck sein Gesicht zu sehen und konnte ein paar tolle Fotos von der ferne schiessen. Eigentlich hatte ich nicht damit gerechnet diese Schoenheit von naechster Naehe zu betrachten doch da mich die Familie so herzlich aufgenommen hatte, wurde dieser Traum auch war.

Wir fuhren so weit es ging und danach starteten wir auch den Hike zum Refugio, natuerlich waere ich gerne bis zum hoechsten Punkt gegangen aber leider ist dies nur in der Nacht moeglich. Die Sonne ist waehrend des Tages so stark das der Gletscher zu schmelzen beginnt und somit einen Aufstieg zur Spitze unmöglich macht. Jedoch will ich auch diese Herausforderung eines Tages meistern :).

Als der Aufstieg begann drehten wir uns immer wieder einmal um da wir es kaum fassen konnten wie schön doch dieser National Park ist, naschten etwas süßes und versuchten bei dem Sand nicht direkt auszurutschen. Die Kinder völlig energielos wollten nur noch getragen werden und man hörte immer wieder das klicken meiner Kamera. Ich weiß genau das es den Kleinen genauso gehen wird wie mir, in ein paar Jahren sind sie stolz drauf den Vulkan Cotopaxi bezwungen zu haben :D.

Als wir beim Refugio ankamen, traf ich auch wieder April die mich am Vulkan Pinchincha bereits begleitet hat. Voller Freude fielen wir uns in die Arme und tauschten Geschichten aus wie wir beide wieder zur gleichen Zeit hier gelandet sind. Ich durch Hitchhiken und viele wunderbare und nette Menschen und sie mit einer Gruppe Reisenden und einen sympathischen Reiseführer.

Manchmal sind die Wege selbst so unterschiedlich aber das Ziel ist das selbe und man freut sich wenn man sich dann am Ende des Weges wieder trifft :).

Nachdem wir uns im Refugio gestärkt hatten, einen Stempel in unsere Reisepässe bekamen und nochmal den Gletscher bestiegen sind ging es auch schon wieder abwärts. Leider hatte ich meinen Pass nicht direkt mit aber der Mann war so freundlich und gab mir den Stempel auf ein Blatt Papier – der wandert sofort in mein Reisetagebuch :).

Außerdem habe ich es wirklich genossen nach so langer Zeit wieder einmal Schnee zu betrachten und auch anzufassen! Psst aber ich passierte auch die Absperrung und versuchte so weit zu kommen wie möglich :D. Das war es auf jeden Fall wert.

Als wir in Rekordzeit den Vulkan wieder herunterrutschten und noch ein paar letzte Fotos machten, stoppten wir noch bei einem schönen See und konnten den Vulkan selbst nochmals von der Ferne betrachten. Das Glück war eindeutig auf unserer Seite denn wie aus dem Nichts tauchten ein paar Pferde auf die das Bild der Landschaft nochmal umramten.

Danach dachte ich eigentlich das sich die Wege von mir und der netten Familie wieder trennen würden doch sie luden mich noch zu einem weiteren Ort ein. Ein historisches Gebäude aus der Inka Zeit welches nun besucht und auch bewohnt werden kann. Wir bekamen von zwei freiwilligen Arbeitern eine kleine Tour und konnten ein wenig in die Geschichte eintauchen. Jedoch muss ich ehrlich sein, unsere Herzen haben die Lamas erobert :D.

So weit das Auge reicht, Lamas! Wir durften sie füttern und unsere Kleidungsstücke beschützen denn meine Mütze wäre auch fast im Magen eines Lamas gelandet. Unbeschreibliches Gefühl inzwischen von all den süßen Tierchen :D.

Aber danach ging es zurück nach Latacunga, ich bedankte mich herzlich für den unvergesslichen Tag und kochte noch eine Kleinigkeit. Bei dem ruhigen Abend blieb es nicht lange da mich drei nette Schweizerinnen zu einem Bier eingeladen hatte und daraufhin plauderten wir bis spät in die Nacht :D.

Trotz Schlafmangel war ich auch am nächsten Tag wahnsinnig motiviert um die Quilotoa Loop zu besuchen und ebenfalls die ganze Runde hiken wollte :).

Dadurch das meine Mitfahrgelegenheit in letzter Sekunde abgesagt hatte, eilte ich so schnell es ging zum Terminal um nicht noch mehr Zeit zu vergeuden. Leider ging der nächste Bus erst in zwei Stunden also blieb mir nichts anderes übrig als es wieder mit Hitchhiken zu versuchen.

Zuerst nahm ich den Bus nach Pujili und dort versuchte ich dann mein Glück. Es dauerte eine Weile bis endlich jemand anhielt aber dafür schaffte ich ein paar Km zu Fuß. Endlich hielt ein Pick Up mit Einheimischen, ich konnte direkt auf die Ladefläche springen und unterhielt mich dort mit einer älteren Frau. Alle völlig verwundert was ich hier so alleine treibe aber wahnsinnig hilfsbereit.

Der Truck konnte mich ungefähr bis zum halben Weg mitnehmen, danach war ich wieder auf der Straße auf mich alleine gestellt. Der Truck Fahrer meinte aber ich sollte direkt die Leute in dem nahegelegenen geparkten Auto ansprechen. Es handelte sich hier um eine private Tour von einem älteren Ehepaar aus Frankreich.

Zuerst schien der Tourguide ein wenig skeptisch doch dann wurde auch sein Herz erwärmt und ich konnte ein Teil der Tour werden. Obwohl ich kein französisch spreche, hatte ich die Chance bei kleinen Geschäften Halt zu machen und anschließend besuchten wir den Cañon del Toachi. Ohne dieser Tour in der ich wie durch Zufall reingeplatzt bin hätte ich diesen Canynon vermutlich nie gesehen, deswegen bin ich irgendwie froh das meine Anreise so kompliziert war :D.

Danach ging es aber endlich nach Quilotoa und dort trennten sich unsere Wege endgültig. Jedoch traf ich nach ein paar Minuten auch direkt April und mit einem strahelnden Lächeln im Geschicht mussten wir auch diesen Moment festhalten. Da sie mit der gleichen Reisegruppe unterwegs war wie am Tag davor konnten wir leider nicht den Hike gemeinsam antreten.

Ich wollte mir diese Erfahrung aber nicht nehmen lassen einmal um einen Vulkan spaziert zu sein, am Krater selbst mit atemberaubender Aussicht. Ich startete die Reise zuerst nach links jedoch kam ich nach 10 Minuten auch schon direkt vom Weg ab. Jeder der mich kennt, weiß auch wie grauenhaft mein Orientierungssinn ist aber das sollte nicht heißen das ich dieses Abenteuer nicht schaffen kann.

Der nächste Versuch ging in die andere Richtung und ich schaffte es sogar für eine ganze halbe Stunde nicht verloren zu gehen aber danach war der Weg wieder verschwunden. Ich setzte mich hin, blickte in die Lagune und fragte mich wie andere Leute das wohl machen.

Zum Glück kam endlich ein Mensch den ich fragen konnte, wo zum Teufel dieser Weg bloß sein konnte. Total versteckt ging es nach unten aber das hieß meine Reise konnte weiter gehen. Obwohl ich bedenken hatte den letzten Bus nicht erwischen zu können, wollte ich nicht aufgeben!

Nachdem ich den riesigen Berg vor mir da den ich nun erklimmen musste, kamen sogar noch mehr Zweifel aber die süßen vanielle Cracker in meiner Tasche gaben mir Energie den schwersten Teil der ganzen Route zu bewältigen.

Völlig verschwitzt traf ich immer mehr Wanderer und war positiv gestimmt das ich diesmal auf dem richtigem Weg war. Doch während mich die Begeisterung für Blumen, Schafe, Vulkane und alles drum herum packte verlor ich wieder die Orientierung und war irgendwo im Nirgendwo.

Der Weg führte immer weiter nach unten und ich begann wirklich mir Sorgen zu machen, jedoch sah ich auf der Karte das es dort ebenfalls einen Weg gab also folgte ich den Pfad der Ungewissheit mit strahlendem Selbstvertrauen.

Obwohl ich kaum noch Wasser hatte, völlig verschwitzt war, meine Cracker waren auch verbraucht und ich immer wieder Sprints hinlegte um es ja pünktlich bei der Bushaltestelle zu sein, schaffte ich es jede Sekunde von diesem Hike zu genießen. 🙂

Nachdem auch die letzte Hürde, nämlich ein Klettersteig, gemeistert war konnte ich endlich wieder Zivilisation entdecken und war wieder auf bekannten Terretorium. Lustigerweise schaffte ich das alles in Rekordzeit und musste dann noch 45 Minuten auf den Bus warten. Mit großen Gelächter, noch größerer Müdigkeit und einem siegreichen Gefühl ging es dann zurück nach Latacunga.

Dort wartete mein Gepäck auch schon auf mich und ich wechselte das Hostel. Zuerst war ich etwas traurig das ich umsiedeln musste aber im nachhinein freute ich mich darauf mein unerwartetes Privatzimmer zu genießen. Dadurch das alles ausgebucht war, ich jedoch reserviert hatte bekam ich mein Privatzimmer für den Preis von einem Dorm :D.

25. Juni 2019 – 28. Juni 2019

Quito

Quito

Capital of Ecuador

“What is now proved was once only imagined.” 

― William Blake

Mein zweiter Stop war die Hauptstadt von Ecuador, doch zuerst will ich euch erzaehlen wie ich die Stadt ueberhaupt erreicht habe. Denn Hitchhiken funktioniert in diesem Land wirklich 1A :).

Als ich mich von Otavalo verabschiedet hatte und mich fuer eine Weile mit ausgestreckten Daumen neben der Strasse bequem machte, dauerte es nicht lange und ein Familienvater stoppte mit seinem Pick-Up um einer Reisenden zu helfen. Gluecklicherweise musste er ebenfalls nach Quito und somit machten wir uns gemeinsam auf dem Weg.

Voller Begeisterung erzaehlte er von seinem Land und machte direkt einen kleinen Umweg um noch den See San Pablo zu besuchen. Da meine Kamera gut in meinem Rucksack versteckt war und wir ebenfalls nur einen kleinen Stop machten musste mein Handy ausreichen aber als Erinnerung bleibt es auf jeden Fall :).

Danach ging es weiter zur Hauptstadt, die Landschaft war atemberaubend und es ging von einem Berg zum anderen. Durch das Kurvenreiche Ereignis konnten wir leider kaum anhalten um die Aussicht festzuhalten aber die wenigen Bilder die ich habe, will ich euch natuerlich nicht vorenthalten.

In Quito angekommen musste ich meine Bleibe fuer die naechsten Tage finden und das ist in einer Millionenstadt gar nicht so einfach. Nachdem ich mein ganzes Gepaeck ungefaehr tausend Huegel hinauf und wieder hinunter geschleppt hatte, musste ich mit Enttaeuschung feststellen das es die zwei guenstigsten Hostels anscheinend einfach nicht gibt. Ich versuchte es mit einer Offline Map, mit Einheimischen und auf Verdacht einfach mal Strassen auszukunschaften aber ohne Erfolg. Ein netter Security Mann erklaerte mir das dieses Gebaeude schon seit mehr als zwei Jahren leer stehen wuerde.

Naja dann ging es eben weiter mit der Suche, das naechste auf meiner Liste war ebenfalls ein guter Preis fuer 5 Dollar die Nacht doch als ich den Berg sah wo sich das Hostel befand, verstand ich wieso es so guenstig war. Keiner geht dort freiwillig mit Gepaeck hoch und wir Backpacker haben grossteils kein Geld fuer ein Taxi.

Mit mehreren Anlauefen schaffte ich die 900 Meter steil bergauf mit 20Kg auf dem Ruecken, schweißgebadet stand ich vor der Tuer und musste ehrlich gesagt anfangen zu schmunzeln denn die Klingel war eindeutig nicht in meiner Reichweite. Ich dachte immer lateinamerikanische Menschen sind kleiner als Europaer aber da hatte ich einfach keine Chance. Zum Glueck dauerte es nicht lange und ein junger Mann mit einem leckeren Eis in der Hand spazierte auf mich zu.

Hungrig und nicht faehig in Spanisch zu denken versuchte ich nach Hilfe zu fragen, er willigte sofort ein und wir kamen ins Gespraech. Nachdem er geklingelt hatte konnte ich mein Lachen nicht mehr zurueckhalten da sie sehrwohl in meiner Reichweite war, nur erkannte ich sie nicht. Den Schalter den ich vergebens versucht hatte zu druecken, aktivierte lediglich das Licht im Aussenbereich.

Im Hostel selbst wurde ich direkt herzlich begruesst und bekam anschliessend alle noetigen Informatione fuer meine naechsten Tage.

Am naechsten Morgen ging ich dann mit Chase, ein Amerikaner aus Altanta der gleichzeitig mein Held mit der Tuerklingel war, zum anderen Ende der Stadt um dem Äquator und dessen Monument zu besuchen. In den 80ern wurde der Punkt erstmals gefunden und ein grosses Monument wurde errichtet um diesen Ort zu wuerdigen, als jedoch das GPS die Menschenmassen erreichte musste man festellen das sich der eigentliche Äquator 240m noerdlich des Monuments befindet.

Natuerlich mussten wir beide Orte genau auskundschaften und wie wir es von unserer Welt gewohnt sind, wurden beide Orte in teure Touristenfallen verwandelt.

Wir besuchten zuerst den wahren Ort wo der Äquator verlaeuft und mussten feststellen das wir 4 Dollar zahlen muessen um ein Foto mit der Linie machen zu duerfen sowie eine 40 Minuetige Tour mit Informationen ueber den Äquator. Fuer viele klingt das vielleicht toll aber glaubt mir, wenn ihr dort gewesen waert wuerdet ihr verstehen wieso wir nur schnell ein Foto erhascht hatten und dann schnell das Weite gesucht haben.

Danach ging es ueber die selbe nicht asphaltierte Strasse zurueck zum Monument und das grosse Areal, die Security Maenner und das riesen Muesum schien dann doch viel serioeser. Hier war der Eintritt 5 Euro und vermutlich ist dies auch sehenswert. Wir beschlossen von der Absperrung ein paar Fotos zu schiessen und dann doch die Informationen und Geschichten von Einheimischen bei einem netten Essen zu hoeren.

Danach sprangen wir wieder in den Bus und hatten ungefaehr eine halbe Stunde bis wir unsere Haltestelle erreichten. Mit vollen Magen, teilten wir Geschichten und lachten herzlich waehrend der ganzen Busfahrt.

Danach trennten sich unsere Wege und ich versuchte noch ein paar Postkarten zu finden. Auf dem Weg ins touristische Zentrum fand ich wunderschoene Kirchen und Gebaeude, Strassenkuenstler und aus irgendeinem Grund gab es an jeder Ecke eine Eisdiele oder jemanden der Eis verkaufte. Dadurch das ich aus Oesterreich stamme assoziiere ich Juli mit warmen Wetter und Sonnenschein, jedoch war Ecuador so kalt das mir drei Decken in meinem Bett immer noch zu wenig waren. Deswegen wunderte ich mich sehr, das die Leute hier so eine Faszination fuer Eis Creme hegten, waehrend es draussen 10 Grad hatte aber um ehrlich zu sein gab es Momente im Winter da wuenschte ich mir auch ein leckeres Twinni Eis in Oesterreich :D.

Am Abend lernte ich dann noch Mark, ein Weltenbummler aus der Schweiz und die unschuldige und suesse Lune aus Frankreich kennen. Zum ersten Mal war ich in Ecuador in einem Dorm und ich muss sagen das ich es irgendwie vermisst hatte mit den Leuten zu plaudern. Wir hatten viel Spass und tauschten Ideen, Empfehlungen und Geschichten von unseren Reisen aus.

Obwohl Lune manchmal alleinige Unterhaltungskuenstlerin sein haette koennen, gab jeder seinen Senf dazu und hatte seine Eigenheiten. Jedoch koennt ihr vermutlich nicht nachvollziehen wie suess es war das Lune dachte das alle Schweizer franzoesisch reden, kennt sicher jeder von euch einen Menschen der auf seine Art naiv und vielleicht genau deswegen wahnsinnig liebenswert ist. (:

Am naechsten Morgen hiess es fuer mich wahnsinnig frueh aufzustehen da ich zuerst noch Waesche waschen musste und danach ging es zu meinem ersten Vulcan in Ecuador, Vulcan Pinchincha. Im Grunde nennen die Leute ihn den Hausvulkan da er wahnsinnig leicht zu erreichen ist. Ausserdem wollte Fabrizio, den ich in Otavalo kennengelernt hatte ebenfalls seinen ersten Vulkan in Ecuador besteigen.

Also sprang ich in den Bus und fuhr zur Gondel die zum Eingang der Route fuehrte. Hier merkte ich wieder aus erster Hand das Staedte einfach nur verwirrend und kompliziert sind, denn wiedermal verpasste ich die Haltestelle und musste auf den naechsten Bus warten der mich wieder zurueck brachte. Trotz kleinen Umweg dachte ich das ich immer noch gut in der Zeit waere und versuchte die Gondel so schnell wie moeglich zu erreichen.

Dort bemerkte ich aber das die Haltestelle eine halbe Stunde Fussmarsch entfernt war und steil berg auf ging. Ich konnte in meinem Gedanken schon meine Stimme hoeren die verzweifelt immer lauter sagte das man sich vorher vielleicht doch ein bisschen besser informieren sollte. Jedoch hatte mich mein Glueck nicht verlassen und zwei Costa Ricaner reagierten auf meinen stummen Hilfeschrei. Die zwei gabelten mich noch am Fusse des Berges auf und wir beschlossen den Vulkan gemeinsam zu bezwingen.

Waehrenddessen merkte auch Fabrizio das die Stadt doch verschachtelter ist als angenommen und erreichte uns erst als wir schon lange weg waren. Dadurch das ich bereits spaet dran war und er weit und breit nicht zu sehen war beschlossen wir nach einiger Wartezeit bereits zu starten und ihn am Weg zu treffen.

Nachdem wir die 8,50 Dollar fuer die Gondel bezahlt hatten, hoffte ich das er vielleicht bereits nach oben gefahren ist und dort auf uns wartete doch auch an diesem Punkt war keine Spur von ihm. Wir warteten wieder ein wenig und gingen dann langsam los und sahen die erste Schaukel mit atemberaubender Aussicht auf Quito.

Ich wusste ja das es solche Schaukeln in Ecuador gibt, doch die erste ist immer was besonders. Direkt dort nutzten wir die Zeit um uns ein wenig wie Kinder zu fuehlen, um ungefaehr tausend Fotos und Videos und um auf unser letztes Midglied fuer unsere Wanderung zu warten. Doch leider immer noch keine Spur von Fabrizio.

Nachdem wir nicht laenger warten konnten beschlossen wir den Hike zu starten und konnten direkt die wunderschoene Landschaft zwischen den Wolken und dem dichten Nebel entdecken. Recht schnell verlor ich auch die beiden Costa Ricaner aus den Augen da ich alle 3 Meter stehen blieb um meine SD Karte noch weiter zu fuellen. Es schien irgendwie surreal wie die Pflanzen, Berge und Farben miteinander harmonierten und das konnte ich einfach nicht oft genug festhalten.

Ausserdem blieb ich nicht lange alleine, schon bald lernte ich April kennen die genauso unvorbereitet hierher kam wie ich. Wir verstanden uns auf Anhieb und bekam direkt gute Tipps ueber ihr Herkunftsland China und wurde eingeladen sie in Kanada zu besuchen. Mit Begeisterung nahm ich das Angebot an und sie ist natuerlich ueberall willkommen wo ich einmal leben werde :D.

Gemeinsam versuchten wir mit den Profis mitzuhalten und schafften es irgendwie mindestens drei Mal vom Weg abzukommen. Der Nebel wurde so dicht das man kaum etwas erkennen konnte. Obwohl die die beiden Costa Ricaner, Alex und Nelson, immer auf uns warteten hatten wir trotzdem das Talent immer wieder bei einer Klippe zu landen die eindeutig nicht der richtige Weg war.

Nachdem wir Abgruende gesehen hatten und an Steinwaenden herumgeklettert sind konnten wir endlich wieder mal einen Checkpoint von der Route entdecken und danach kam auch schon der sandige Teil. Ja, ihr habt richtig gelesen denn der Weg verwandelte sich in einen steilen Haufen Sand der meines erachtens schwer zu passieren war. Staendig rutschten wir ab, der Wind war so stark ich kaum was sehen konnte und die Kaelte verwandelte meine Finger zu Eis jedoch liess uns das nicht unterkriegen denn die Situation erinnerte mich an meine Kindheit.

Ich kann mich beim besten Willen nicht mehr erinnern wie alt ich damals war aber ich sehe es noch direkt vor mir als wir einen Familienurlaub im schoenen und sonnigen Burgenland machen. Jeder der mich kennt weiss das Radfahren nicht gerade zu meinen Staerken zaehlt und dieser Urlaub war im Grunde darauf ausgerichtet. Obwohl ich die Zeit mit meiner Familie sehr genossen hatte, ich ein unheimlich suesses Kuscheltier bekam und die Landschaft atemberaubend war lernte ich zum ersten Mal meine Grenzen kennen als wir durch den Himmel und die Hoelle fuhren.

Der Name kommt daher das der Radweg mit einer schoenen Allee startete und genuegend Schatten spendete um immer weiter in die Pedale zu treten aber danach kommt eine Wuestenaehnliche Landschaft mit keinen einzigen Baum in Sicht. Nachdem ich die Begeisterung fuer diesen Sport so oder so nie wirklich teilen konnte beschloss ich in der Hoelle aufzugeben da mein Koerper meinte das es einfach nicht mehr weiter geht. Vermutlich haette ich es schaffen koennen aber als Kind ist man meistens noch ein groesserer Sturkopf als wenn man Erwachsen ist also konnte man mich von meiner – ich mag nicht mehr Einstellung – auch nicht abhalten.

Somit kehrte ich um und habe den schoenen See leider nie erreicht, meiner Mutter war schlau genug den Weg weiterzuverfolgen und erkannte das es nur weitere schlappe 10 Minuten waren bis wir angekommen waeren. Als ich das hoerte war ich ziehmlich sauer auf mich selbst und beschloss den Fehler nicht einmal zu machen. Deswegen erzaehlte ich April die Geschichte und mit grossen Schmunzeln setzten wir unsere Reise fort.

Nach einer halben Stunde erreichten wir wieder festen Boden und mussten nun mit Haenden und Fuessen noch den Gipfel bezwingen. Obwohl wir durch den Nebel die Landschaft nicht begutachten konnten war es ein tolles Gefuehl nach 4 Stunden den hoehsten Punkt von dem Vulkan zu erreichen. Direkt dort trafen wir auch Alex und Nelsen wieder sowie ein weiteres Paar von Kanada. Alle zusammen hatten mit dem Gedanken aufzugeben gekaempft aber wir waren froh das es jeder bis zum Ende durchgezogen hatte.

Vermutlich waere es nicht so eine grosse Herausforderung gewesen wenn das Wetter anders gewesen waere jedoch hatten wir unseren Moment als es wieder bergab ging. Denn genau in dem Augenblick als wir die Sandpassage runter rutschten klaerte sich der Himmel und wir konnten bis zur Stadt Quito sehen.

Ploetzlich schien alles so leicht, man konnte den Weg erkennen und mit grossen Gelaechter tauschten wir Geschichten aus welchen Weg wir stattdessen gewaehlt hatten. Nach zwei Stunden waren wir auch schon wieder bei der Gondle und genossen eine suessen Snack waehrend der Fahrt. Ein weiteres Highlight war, dass wir waehrend der Fahrt den Vulkan Cotopaxi erblicken konnten. Fuer viele von uns die naechste Halt von unserer Reise.

Am Fusse des Vulkans trafen wir auch endlich Fabrizio der das ganze Spektakel leider verpasst hatte. Jedoch hatte er ebenfalls einen ereignisreichen Tag in der Grossstadt und wir beschlossen dann anschliessend noch ein wenig umherzuwandern.

Alles in allem waren es ein paar tolle Tage in der Hauptstadt jedoch ging es fuer mich nun weiter nach Latacunga um weitere Vulkane zu besteigen :).

22. Juni 2019 – 25. Juni 2019

Otavalo

Otavalo ♥

with the biggest local Market in South America is that little town indispensible ♥

Be yourself; Everyone else is already taken.

— Oscar Wilde.

Mein erster Stop und ebenfalls erster Eindruck in Ecuador war Otavalo, Ich würde jeden Menschen der einmal nach Ecuador kommt unbedingt raten diesem kleinen Städtchen einen Besuch abzustatten, denn ich hab mich dort direkt in das Land verliebt.

Als ich ankam spazierte ich langsam von der Bushaltestelle mit all meinen Rucksäcken zum Zentrum, obwohl es nur eine halbe Stunde Fussmarsch entfernt war, wollte ich ein wenig faul sein und zum Zentrum per Anhalter fahren. Direkt nach zwei Minuten blieb auch schon ein Truck Fahrer stehen und hätte mich sogar bis nach Quito, der Hauptstadt von Ecuador, mitgenommen. Jedoch war dies erst Morgen an der Tagesordnung.

Nach einem netten Gespräch trennten sich auch schon unsere Wege und ich fing an ein Hostel zu suchen. Für 7 Dollar die Nacht war das mit Sicherheit kein Schnäppchen, jedoch hatte ich ein privates Zimmer, eine tolle Aussicht zu den Bergen und eine Küche für mich alleine. Der Hostel Besitzer erklärte mir das geteilte Schlafsäle hier nicht üblich wären sondern eher in den touristischen Gebieten wo alle Backpacker früher oder später landen.

Nachdem ich schnell einen Happen gegessen hatte, versuchte ich auch schon den farbenfrohen Markt von Otovalo aufzusuchen und einen ersten Eindruck zu erhaschen. Obwohl der Markt jeden Tag ist besteht die grösste Auswahl Samstags und Mittwochs. Ich hatte das Glück am Freitag anzukommen und somit den nicht mit Touristen überfüllten Stände zu durchstöbern und auch ein schönes Armband als Erinnerung zu ergattern.

Danach ging es noch weiter zu einem nahegelegenen Markt um Gemüse zu kaufen um den Tag mit leckeren Spaghetti Napolitana ausklingen zu lassen.

Am nächsten Morgen ging es erneut zu all den farbenfrohen Ständen und ich konnte mit meiner Kamera herumspazieren und den Markt in voller Pracht zu fotografieren.

Neben den Ständen mit vielfacher Auswahl an Taschen, Ponchos, Schals und Teppichen konnte man Samstags auch eine grosse Auswahl an Essen und typischen Gerichten vorfinden. Es hatte irgendwie einen ganz eigenen und authentischen Flair die Frauen in dieser Kleidung die Erbsen schälen zu sehen, Brot zu formen und Hühner zu stopfen. Obwohl ich knapp bei Kasse bin, oder immer schon war, probierte ich etwas selbstgebackenes und konnte ein paar tolle Eindrücke bekommen wie die Einheimischen durch den Tag wanderten.

Farben, Kleidung, Essen, alles kunterbund soweit das Auge reicht und das alles für einen guten Preis. Hätte ich Platz in meinem Rucksack und nicht noch so einen langen Weg vor mir hätte ich vermutlich den ein oder anderen Poncho oder vielleicht doch einen Alpaka-Woll Pullover ergattert. Leider war mir das diesmal nicht vergönnt jedoch habe ich vor eines Tages mit einem grossen leeren Sack zurückzukommen (:

Der Markt schien so als würde es kein Ende geben, in jeder Gasse ging es weiter mit verschiedenen Auswahlmöglichkeiten sowie Schmuck und die traditionellen Gürtel passend zum Kostüm.

Die ein oder anderen Einheimischen waren natürlich nicht sehr erfreut davon das ich hier schon Stunden herumspaziere und keinen Cent ausgebe aber andere waren auch Neugierig und liessen sich sogar gerne fotografieren. Der Akzent sowie Dialekt ist zwar manchmal schwer zu verstehen aber wie es bei den Südländern üblich ist wurden Hände und Füsse eingesetzt um das Gespräch weiterzuführen.

Mit einem Lächeln im Gesicht schlenderte ich ohne Ausbeute wieder zurück zu meinem Hostel, packte meine Sachen und spazierte zur Hauptstrasse um hoffentlich eine Mitfahrgelegenheit nach Quito zu finden (:

Auf dem Weg dort hin, konnte ich ein paar Menschen in meinem Alter beobachten wie sie vor den Graffiti verzierten Wänden posierten. Mit meinen Gedanken ganz wo anders ging ich vorbei und bemerkte nicht das ein Mädchen mir nach lief. Anscheinend waren sie ddavon fasziniert wie ich mit meinem Rucksack durch die Gegend marschiere, sodass sie mich fragten ob sie nicht ein Foto mit mir machen können.

Irgendwie hatte ich das Gefühl doch ein wenig berühmt zu sein und willigte mit einem breiten Lächeln ein. Einen Moment den ich nie vergessen werde und mit Fabrizio, der neben mir zu sehen ist, habe ich Heute noch Kontakt :D.

21. Juni 2019 – 22. Juni 2019

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