Otavalo ♥
with the biggest local Market in South America is that little town indispensible ♥
Be yourself; Everyone else is already taken.
— Oscar Wilde.
Mein erster Stop und ebenfalls erster Eindruck in Ecuador war Otavalo, Ich würde jeden Menschen der einmal nach Ecuador kommt unbedingt raten diesem kleinen Städtchen einen Besuch abzustatten, denn ich hab mich dort direkt in das Land verliebt.


Als ich ankam spazierte ich langsam von der Bushaltestelle mit all meinen Rucksäcken zum Zentrum, obwohl es nur eine halbe Stunde Fussmarsch entfernt war, wollte ich ein wenig faul sein und zum Zentrum per Anhalter fahren. Direkt nach zwei Minuten blieb auch schon ein Truck Fahrer stehen und hätte mich sogar bis nach Quito, der Hauptstadt von Ecuador, mitgenommen. Jedoch war dies erst Morgen an der Tagesordnung.



Nach einem netten Gespräch trennten sich auch schon unsere Wege und ich fing an ein Hostel zu suchen. Für 7 Dollar die Nacht war das mit Sicherheit kein Schnäppchen, jedoch hatte ich ein privates Zimmer, eine tolle Aussicht zu den Bergen und eine Küche für mich alleine. Der Hostel Besitzer erklärte mir das geteilte Schlafsäle hier nicht üblich wären sondern eher in den touristischen Gebieten wo alle Backpacker früher oder später landen.

Nachdem ich schnell einen Happen gegessen hatte, versuchte ich auch schon den farbenfrohen Markt von Otovalo aufzusuchen und einen ersten Eindruck zu erhaschen. Obwohl der Markt jeden Tag ist besteht die grösste Auswahl Samstags und Mittwochs. Ich hatte das Glück am Freitag anzukommen und somit den nicht mit Touristen überfüllten Stände zu durchstöbern und auch ein schönes Armband als Erinnerung zu ergattern.
Danach ging es noch weiter zu einem nahegelegenen Markt um Gemüse zu kaufen um den Tag mit leckeren Spaghetti Napolitana ausklingen zu lassen.



Am nächsten Morgen ging es erneut zu all den farbenfrohen Ständen und ich konnte mit meiner Kamera herumspazieren und den Markt in voller Pracht zu fotografieren.

Neben den Ständen mit vielfacher Auswahl an Taschen, Ponchos, Schals und Teppichen konnte man Samstags auch eine grosse Auswahl an Essen und typischen Gerichten vorfinden. Es hatte irgendwie einen ganz eigenen und authentischen Flair die Frauen in dieser Kleidung die Erbsen schälen zu sehen, Brot zu formen und Hühner zu stopfen. Obwohl ich knapp bei Kasse bin, oder immer schon war, probierte ich etwas selbstgebackenes und konnte ein paar tolle Eindrücke bekommen wie die Einheimischen durch den Tag wanderten.




Farben, Kleidung, Essen, alles kunterbund soweit das Auge reicht und das alles für einen guten Preis. Hätte ich Platz in meinem Rucksack und nicht noch so einen langen Weg vor mir hätte ich vermutlich den ein oder anderen Poncho oder vielleicht doch einen Alpaka-Woll Pullover ergattert. Leider war mir das diesmal nicht vergönnt jedoch habe ich vor eines Tages mit einem grossen leeren Sack zurückzukommen (:



Der Markt schien so als würde es kein Ende geben, in jeder Gasse ging es weiter mit verschiedenen Auswahlmöglichkeiten sowie Schmuck und die traditionellen Gürtel passend zum Kostüm.



Die ein oder anderen Einheimischen waren natürlich nicht sehr erfreut davon das ich hier schon Stunden herumspaziere und keinen Cent ausgebe aber andere waren auch Neugierig und liessen sich sogar gerne fotografieren. Der Akzent sowie Dialekt ist zwar manchmal schwer zu verstehen aber wie es bei den Südländern üblich ist wurden Hände und Füsse eingesetzt um das Gespräch weiterzuführen.



Mit einem Lächeln im Gesicht schlenderte ich ohne Ausbeute wieder zurück zu meinem Hostel, packte meine Sachen und spazierte zur Hauptstrasse um hoffentlich eine Mitfahrgelegenheit nach Quito zu finden (:


Auf dem Weg dort hin, konnte ich ein paar Menschen in meinem Alter beobachten wie sie vor den Graffiti verzierten Wänden posierten. Mit meinen Gedanken ganz wo anders ging ich vorbei und bemerkte nicht das ein Mädchen mir nach lief. Anscheinend waren sie ddavon fasziniert wie ich mit meinem Rucksack durch die Gegend marschiere, sodass sie mich fragten ob sie nicht ein Foto mit mir machen können.

Irgendwie hatte ich das Gefühl doch ein wenig berühmt zu sein und willigte mit einem breiten Lächeln ein. Einen Moment den ich nie vergessen werde und mit Fabrizio, der neben mir zu sehen ist, habe ich Heute noch Kontakt :D.
21. Juni 2019 – 22. Juni 2019